Archiv für die Kategorie „Jugend“

Pokalturnier in Werdau

Bericht von Kati Blachut

Ein Ringkampfwochenende stand unseren kleinen und großen Ringern sowie weiblichen Ringerinnen bevor. Den Auftakt am 07.10.2017 zum 19. Internationalen Pokalturnier der Stadt Werdau machte der weibliche Nachwuchs.

Trotz Ferien konnten wir mit zwei Schülerinnen (Leja Schüßler und Ayana Leonhardt) und zwei jugendliche Kämpferinnen (Samantha Fritzsche und Jenny Blachut) aufwarten.

Leja besetzt noch immer die leichteste Gewichtsklasse (-19 kg) und konnte Larissa Gerlach aus Zschopau gleich in der ersten Aktion besiegen und stand somit ganz oben auf dem Podest. Mit ihren 18 kg stellte sie sich noch zwei schwereren Mädchen aus der 21er-Klasse. Die Freundschaftskämpfe verlor Leja jedoch.

Ayana Leonhardt trat gegen zwei Mädchen in ihrem –25 kg-Limit an. Gegen die schon bekannte Wrensch und gegen eine unbekannte tschechische Sportlerin unterlag Ayana recht eindeutig, verlor aber trotzdem ihren Spaß am Ringen nicht und erreichte den 3. Platz.

Die stärkste und mit den meisten Teilnehmern besetzte Gewichtsklasse war die bis 65 kg unserer beiden großen Mädchen. Samantha war hier mit ihren 60,5 kg auf der Waage die Leichteste und befand sich im A-Pool. Jenny rang im B-Pool und beide mussten vorerst drei Kämpfe absolvieren. Sie starteten beide mit einem Sieg in das Turnier aber die harten Brocken, welche aus dem Nationalteam der Tschechen stammten, kamen erst noch. Beide rangen verbissen um jeden Punkt, aber am Ende der Duelle reichte es nicht zum Sieg.

Jennys letzter Kampf im Pool ging nach 4 min 1:2 aus, wobei sich der tschechische Trainer und auch wir bei der Punktevergabe am Schiedsrichtertisch beschwerten. Wie immer half das nichts und Jenny bekam eine Zweierwertung nicht anerkannt.

Nun gingen unsere Ringerinnen beide als Dritte aus ihren Gruppen hervor, was bedeutete, dass der Platz 5 unter Lugauern ausgerungen werden musste. Jenny gewann hier nach Punkten. Sie wurde Fünfte und Samantha Sechste.

 

22. Schulmeisterschaft in Zschopau

Bericht von Kati Blachut

Fotos

Für den Nachwuchs stand am 30.09.2017 die 22. Schulmeisterschaft in Zschopau im Freistil der Jugend E, D, und C an. Mit 21 Kindern (so viele wie noch nie) reisten die Lugauer an.

In der Jugend E, Jahrgang 2010 und jünger, schickten wir sechs Starter ins Rennen um die Medaillen. Jack Träger besetzte als Floh mit gerade mal 18 kg die leichteste Gewichtsklasse. Hier hatte er leider keinen Gegner, absolvierte aber bereitwillig zwei Freundschaftskämpfe, wobei der gegen Aiden Drechsel aus Thalheim am spannendsten war. Hier wurde um jeden Punkt gefightet und vier Minuten lang durchgezogen. Unser Jack verlor diesen Kampf leider noch am Ende auf Schultern.

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Nachwuchsringer reisen ins tschechische Teplice

Bericht von Kati Blachut

Am 09.09.2017 fuhren 14 junge Ringer zu einem tschechischen Gedenkturnier nach Teplice. Hier sollten alle wertvolle Erfahrungen sammeln, was den griechisch-römischen Kampfstil betraf, denn die tschechischen Ringer lernen von Anfang an nur diese eine Stilart.

6:30 Uhr ging es an unserer Ringerhalle los. Über die Grenze gefahren, wurde die tschechische Republik neugierig beäugt und sich so die ein oder andere Meinung gebildet. Überrascht waren wir alle von der Turnhalle, in der gerungen wurde. Groß, neu, sauber, super, nicht vergleichbar mit deutschen Hallen in denen Ringerturniere ausgetragen werden. Super war auch, dass wir unsere Startgebühr in Euro zahlen konnten. Es traten sechs tschechische Vereine an und wir. Insgesamt waren es an die 100 Kinder. Schwierig auszusprechen für die tschechischen Ansager, waren die deutschen Namen. Daher war der Wettkampfbeginn etwas hektisch. Doch nachdem sich das Schreiberteam Katja Schüßler, Samantha und Nancy Fritzsche an den Schiedsrichtertischen Stammplätze „erkämpft“ hatten, lief es. Das Bewertungssystem weicht etwas von unserem ab und auch die Altersklassen sind anders eingeteilt.

Bis zum Siegerpodest setzte sich Merlin Fritzsche in der bis 31 kg-Klasse der Altersklasse (AK) 2008/2009 durch und errang hierzu vier Siege. Von insgesamt sieben Gegnern konnte sich Jeremias Schlegel noch unter die ersten sechs durchringen. Iwen Negwer schied leider aus .

Ebenfalls insgesamt sieben Kontrahenten befanden sich in der  bis 25 kg-Gewichtsklasse von Rodrigo Hartig und Marick Schüßler. Beide errangen in ihren Pools nur einen Sieg. Aufgrund des Dreierpools ging Rodrigo als Dritter hervor und konnte somit um Bronze Ringen. Technisch unterlegen verlor er und wurde Vierter. Um Platz fünf ging es bei Marick. Mit Wut im Bauch über seinen missglückten Turnierstart konnte er einen Schultersieg erringen und wurde Fünfter.

In der o. g. AK rang Julien Markert in der bis 35-kg Klasse und hatte drei Kämpfe zu absolvieren. Den ersten Kampf verlor er noch, aber im zweiten und dritten Duell konnte er jeweils mit einem Kopfhüftschwung seine Gegner bezwingen und holte sich so überraschend die Silbermedaille.

Unsere ältesten Teilnehmer Nils Brendel (-43 kg) und Erik Negwer (-39 kg) in der AK 2004/2005 hatten jeder zwei tschechische Gegner. Nils verlor leider seine Kämpfe, den ersten sogar in Führung liegend, und wurde Dritter.

Erik hatte vorerst ein Freilos, konnte den nächsten Kampf für sich entscheiden und musste sich aber im letzten Kampf dem flinkeren und routinierteren Barlosik, Filip gegenüber geschlagen geben. Silber für Erik.

Eine ungewöhnliche Zusammensetzung ergab sich in der AK 2006/2007, denn die AK`s sind bei uns in B- und C-Jugend getrennt. Daher standen sich beim Kampf um die Platzierungen mitunter Moritz Ose, Luke Schmalfuß, Oliver Schwabe und Alexander Putz “im Weg”.

Unter insgesamt acht Teilnehmern verlor Alex drei Kämpfe und schied aus. Im Gedächtnis geblieben ist eine schöne Schleudertechnik im zweiten Vergleich, die Alex vorerst zur Führung verhalf, die er leider nicht halten konnte. Oliver hingegen machte seine Sache besser und verlor gegen den späteren Sieger nur diesen einen Poolkampf. Luke konnte nur einen Vergleich gegen seinen Teamkameraden Moritz gewinnen, ging aufgrund eines kleineren Pools als Dritter aus diesem hervor. Oliver und Luke entschieden nun die letzte noch zu vergebende Medaille unter sich.

Früher waren diese internen Duelle immer ausgeglichen, da sich der Leistungsstand glich. Aufgrund der besseren Trainingsleistung ist Oliver an Luke vorbei gezogen, gewann und erkämpfte sich somit die Bronzemedaille. Luke wurde Vierter und Moritz Fünfter.

Tim Kotzur und Leon Blachut rangen im -35 kg-Limit unter acht weiteren Startern, wobei Tim im Pool durchgereicht wurde und wegen einer verletzungsbedingten Aufgabe um Platz 5 ringen durfte. Hier kam er endlich zum Zug und zeigte, dass er gewinnen kann.

Leon steuerte mit zwei Schultersiegen und einem technischen Überlegenheitssieg das oberste Treppchen an. Sein Finalkampf war der letzte des Turniers und auch der mit dem umstrittensten Ergebnis. Dominik Kubes wurde mehrfach aufgrund unfairem Ringens und Passivität mündlich ermahnt, aber erst 10 Sekunden vor Ende mit Gegenpunkten bestraft. Dass es in einem Kinderturnier Gegenpunkte aufgrund passiven Verhaltens geben muss, habe ich selbst noch nie erlebt. Leon verlor den Kampf mit 3:4 und wurde Zweiter.

In der Zusammenfassung hat sich unser Nachwuchs durchgängig Mühe gegeben, mit „Unbekanntem“ klar zu kommen und wurde am Ende des Wettkampfes mit einem großen bronzefarbenen Pokal für die Teamleistung geehrt.

Nach dem gemeinsamen Duschen statteten wir einem kleinen Café in Seiffen noch einen Besuch ab, ehe es dann weiter zur Regionalligaunterstützung unserer Seniorenmannschaft nach Gelenau ging. Danach ging ein langer sportbegeisterter Tag zu Ende und die Kinder wurden vor der Haustür gegen 22:30 Uhr wohlbehalten abgeliefert.

Bedanken möchte mich mich bei der Familie Nancy, Samantha und Uhu ;-) Jörg Fritzsche, Michael Negwer und Katja Schüßler, die mich tatkräftig bei unserem grenzüberschreitenden Ausflug unterstützten. Zum Glück hatte sich meine Tochter als unterstützende Trainerin noch zur Verfügung gestellt. Danke Jenny :-)

 

Platz 13 für Anton bei den Weltmeisterschaften

Bericht von Jan Peprny

Die vom 04. – 10.09.2017 in Athen ausgetragenen Weltmeisterschaften der Kadetten im Ringen waren für Anton Vieweg leider nach dem ersten Kampf schon zu Ende.

Gegen den Japaner Nao Kusaka geriet Anton gleich zu Beginn des Kampfes in Rückstand. Mit einem Rumreißer und einer Wertung am Mattenrand konnte sich Anton zwar noch bis auf ein 3:4 heranarbeiten, doch sein Gegner verteidigte die Führung über die Zeit und gewann so den Kampf denkbar knapp.

Mit dieser Niederlage blieb für Anton nur noch die Hoffnungsrunde, aber dass nur, wenn der Japaner in das Finale kommt. Doch auch diese Hoffnung wurde schnell zerstört, denn im Viertelfinale war auch für den Asiaten Endstation.

 

8. Platz für Anton Vieweg bei den Europameisterschaften

Bericht von Jan Peprny

Zum ersten Mal in seiner jungen Karriere wurde unser Anton Vieweg für die Europameisterschaften der Kadetten nominiert. Diese fanden in diesem Jahr vom   28. – 30.07. im bosnischen Sarajevo statt. In seiner Gewichtsklasse bis 76 kg waren 24 Teilnehmer eingeschrieben. Seinen ersten Kampf bestritt Anton gegen den Spanier Jose Manuel Pavon Hermosin. Gleich zu Beginn des Kampfes gelang Anton eine Wende und er ging 2:0 in Führung. Danach bestimmte Anton weiter den Kampf. Er zog seinen Gegner in der Hüfte auf und war in der optimalen Position für seine Lieblingstechnik, den Kopfhüftschwung. Mit diesem schulterte Anton den Spanier schon nach 56 Sekunden und war im Achtelfinale.

In diesem stand er dem Polen Szymon Szymonowicz gegenüber. Anton war gleich zu Beginn des Kampfes ein wenig zu aufrecht. Dadurch gelang dem Polen ein Hüftangriff und eine 2:0-Führung. Aus dieser sitzenden Position wurde Anton immer weiter in die gefährliche Lage gedrückt und verlor auf Schultern. Da auch der Pole trotz der frenetischen Anfeuerungsrufe der mitgereisten Lugauer und Neuwürschnitzer Fans im Halbfinale unterlag, war auch für unseren jungen Eichenkranz das Turnier hier zu Ende.

Anton belegte den 8. Platz bei seinen ersten Europameisterschaften. Herzlichen Glückwunsch!

Aber dieser Erfolg bei den Europameisterschaften ist für Anton noch nicht der Schlusspunkt in diesem Jahr. Aufgrund seiner Leistungen wurde Anton vom Bundestrainer für die Weltmeisterschaften vom 04. – 10.09.2017 in Athen nominiert. Das hat in den letzten Jahrzehnten noch kein Lugauer geschafft und wir wünschen Anton auf diesem Wege viel Erfolg! Kraft heil!